Kursdetails

„feeling-seen“ - Die Perspektive des Kindes in Therapie und Beratung, Basistraining - 3. Block

06.11.2015 - 08.11.2015 | FS-Basis 2015-3

„feeling-seen“ - Die Perspektive des Kindes in Therapie und Beratung
Erstmalig in München
Starter-Pack : Einführung und Basistraining in feeling-seen in 3 Seminaren mit Michael Bachg
Emotionsfokussierte Gesprächsführung mit Kindern und Eltern:
Standardrepertoíre eines Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeuten und –Psychiaters

Oft gehen psychische Krankheitsbilder bei Kindern und Jugendlichen einher mit dysfunktionalen Interaktionen zwischen den Eltern und ihrem Kind.
Wechselseitige Vorwürfe und abwertende Umgangsformen stellen dabei nicht selten den Gipfel enttäuschter Erwartungen dar.
In einer solchen Konstellation kommt es darauf an, dass es gelingt, die Notlage eines Kindes hinter der Fassade von Abwehr und Symptom wahrzunehmen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wir als Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeuten in einer Gegenübertragung auf das Kind unbewusst und damit unreflektiert die Elternperspektive übernehmen. Es würde die therapeutische Notwendigkeit verpasst, auf das Erleben des Kindes und dessen Perspektive ausreichend einzugehen.
Feeling-seen ermöglicht Ihnen behutsam und effektiv einen direkten, unmittelbaren Zugang zum Kind. Das fein abgestimmte emotionsfokussierte Vorgehen verhilft dazu, mehr Informationen in kürzerer Zeit zu erheben und die Kernprobleme des Kindes schneller zu verstehen. Feeling-seen lässt sich mit anderen psychotherapeutischen Verfahren kombinieren und eignet sich sehr für eine effektive und nachhaltige Behandlung, sowohl in Kliniken als auch in ambulanten Settings. Dies insbesondere dann, wenn es zur Genesung des Kindes erforderlich ist, die Bezüge zwischen Eltern und ihrem Kind zu verbessern.
Mit Hilfe eines speziellen Designs, das Eltern und Kinder im Verlauf der Behandlung immer wieder in Sitzungen zusammenführt, ist es den Eltern möglich, das subjektive Erleben ihres Kindes nachzuvollziehen und mitzuerleben.
Dabei ist die therapeutische Arbeit trotz der emotionalen Tiefe für die Kinder nicht zu belastend, sondern sanft und heilsam. Eine wichtige therapeutische Wirkung resultiert aus dem gemeinsamen Entwickeln imaginierter Gegenbilder, "Antidotes" (Gegengift) genannt (Pesso 1991). Darin beschäftigt sich das Kind hypothetisch mit idealen Figuren, die im Unterschied zu den realen Bezugspersonen im Sinne der Entwicklungsbedürfnisse des Kindes, z.B. nach Schutz, gehandelt hätten, bzw. handeln würden.
Vermittelt durch die vorgestellte Begegnung des Kindes mit diesen idealen Bezugspersonen erlebt das Kind positive Gefühle, wie Freude, Erleichterung oder Glück. Dies erhöht zusätzlich die Compliance der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Auf diese Weise lassen sich Folgen schädigender Erfahrungen des Kindes relativieren.
Neben Vernachlässigung und Traumatisierung können auch andere Faktoren zu psychischen Belastungen und Störungen bei Kindern führen. Die aus der Altruismusforschung bekannte reflexhafte Hilfsbereitschaft von Kindern (Tomasello et al. 2009) macht sie empfänglich, immer dann helfend zu reagieren, wenn sorgende Funktionen innerhalb ihres familiären Rollensystems nicht angemessen ausgefüllt werden. Dann schlüpfen Kinder selbst gekonnt in diese Rollen und werden z.B. zu Eltern ihrer Geschwister oder zum Partnerersatz ihrer Eltern.
Mit Hilfe des Holes-in-Roles-Modells (Pesso 2004) ist es möglich, die Übernahme fremder Rollen durch ein Kind zu erkennen und diesen Zustand zu modifizieren.

Was andere zu feeling-seen sagen:
„Es ist wirklich gut, was Sie da an emotionalen Prozessen ermöglichen und Sie dringen dadurch sehr schnell zum Kern der Problematik vor.
Eigentlich sollte ein solches Vorgehen selbstverständlich sein. Aber dazu braucht man viel Mut und eine tief im Inneren verankerte empathische Haltung“
Prof. Dr. Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg

Ablauf:
In drei aufeinander aufbauenden Seminaren werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Vorgehens dargestellt und anschließend die therapeutische Praxis anhand von Videosequenzen erläutert und trainiert.
Inhalte des Basistrainings:
Das Bild von Kindern und Jugendlichen in feeling-seen
- Innovative Erklärungs- und Behandlungsmodelle u.a. für oppositionelles Verhalten, dissoziales Verhalten, Depression im Kindes- und Jugendalter, Suizidalität von Kindern und Jugendlichen, Traumatisierungen und ihre Folgeerscheinungen, Schul- und Leistungsprobleme, Psychosomatische Erkrankungen etc. aus der Perspektive von feeling-seen
- Indikation, Möglichkeiten und Grenzen von feeling-seen
- Bedeutung der Grundbedürfnisse nach Pesso für feeling-seen
- Das therapeutische Setting in feeling-seen
- Das 5-Phasen-Modell des therapeutischen Prozesses
- Das „Lesen“ mentaler Zustände: "Mikrotracking" mit Kindern und Jugendlichen, Mimik, Stimmmodulation, Körpersprache
- "Antidote" mit Kindern und Jugendlichen
- Therapeutischer Umgang mit Löchern im familiären und sozialen Rollengefüge
- Integration der Eltern in den Therapieprozess
- Körperorientierte Interventionstechniken bei Kindern und Jugendlichen mit ihren Eltern
- Elterngespräche

Termine:
1. Seminar: 26.-28.11.2012
2. Seminar: 01.-03.03.2013
3. Seminar: 14.-16.06.2013

Gebühr ab 495,00 €
Gebühr immatrikuliert: 495,00 €
Termine
06.11.2015 - 08.11.2015
Termindetails
  • 06.11.2015 | 09:00 - 17:00
    Rotkreuzplatz 1
    80634 München
  • 07.11.2015 | 09:00 - 17:00
    Rotkreuzplatz 1
    80634 München
  • 08.11.2015 | 09:00 - 17:00
    Rotkreuzplatz 1
    80634 München
Ort
CIP
Rotkreuzplatz 1
80634 München
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