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Evidenzbasierte Therapie von komplexen Trauma-Folgestörungen: DBT für komplexe PTSD

E Einzelkurs
18.01.24

Kursdetails

Inhalt

Die DBT-PTSD wurde spezifisch für Menschen entwickelt, die an den Folgen von interpersoneller Gewalterfahrung in Kindheit und Jugend leiden. Die Diagnose „komplexe PTSD“ beschreibt ein breites Störungsbild: neben den typischen Problemen des Trauma-Gedächtnisses (Intrusionen, Flashbacks, Alpträume), leiden die Betroffenen auch unter tiefgreifenden Problemen der Emotionsregulation, des Selbstkonzeptes und der zwischenmenschlichen Kooperation. DBT-PTSD ist ein multimodulares Therapieprogramm, das in sehr verdichteter Form alle Komponenten der komplexen PTBS berücksichtigt und gezielt behandelt. Zwei kontrolliert randomisierte Studien zeigten sehr hohe Wirksamkeit (Effektstärken um 1.4), aber auch hohe Akzeptanz und Sicherheit im stationären und im ambulanten Bereich. Da das Behandlungsprogramm auf einem sehr gut strukturierten, mit zahlreichen Arbeitsblättern bestückten Manual basiert, genügen in aller Regel vier Tage Schulung. Das Seminar gibt eine Einführung in die Grundlagen der DBT-PTBS

Infos zur Dozentin
Prof. Dr. Martin Bohus Leitung

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin. Arbeitete seit 2003 als Lehrstuhlinhaber für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Heidelberg am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. Derzeit ist er Professor emeritus an der Universität Heidelberg, sowie Gastprofessor an der Universität Antwerpen und der Harvard Medical School, Boston, Massachusetts. Er leitete und leitet große multizentrische Forschungsprojekte, die u.a. von DFG und BMBF finanziert werden. Herausgeber des wissenschaftlichen Journals „Borderline-Personality Disorders and Emotion Regulation“ (BPDED) hat mehr als 450 wissenschaftlicher Publikationen, Buchkapitel und Bücher verfasst und gilt derzeit als international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Psychotherapieentwicklung.