Gruppentherapie-Zusatzausbildungen (VT)

Verhaltenstherapeutische Gruppentherapie-Zusatzausbildung

Psychotherapie mit Gruppen ist ein spannendes, zugleich auch anspruchsvolles Arbeitsfeld voller Herausforderungen, die inzwischen von den Krankenkassen angemessen honoriert wird. Sie erweitert das eigene Behandlungsspektrum und bietet eine zusätzliche Möglichkeit, vielen Patienten ein Erfolg versprechendes Therapieangebot zu machen.

Die Gruppentherapie-Zusatzausbildung ist nicht Bestandteil der staatlichen Ausbildung. Deshalb ist auch die Approbationsbehörde nicht zuständig. Sie ist eine zusätzliche Qualifikation, die die Kassenärztliche Vereinigung verlangt, damit man später Gruppentherapien auf Krankenkassenkosten abrechnen darf. Die Psychotherapie-Richtlinien legen folgende Bedingungen fest.

Zur Abrechnungsgenehmigung GRT müssen Sie folgendes nachweisen:

  • 120 Std. Selbsterfahrung in der Gruppe (Selbsterfahrung im Rahmen der Vollausbildung wird anerkannt)
  • 48 Std. Theorie Gruppenverhaltenstherapie
  • 120 Std. kontinuierliche Gruppenbehandlung
  • mit mind. 40 Std. Supervision bei einem anerkannten Gruppentherapie-Supervisor

Die KV will dies durch ein Zeugnis des Instituts bestätigt haben. Das Institut stellt das Zeugnis aus, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Sie besuchen die 3 Kurse, Sie führen die notwendige Stundenzahl Gruppentherapie durch, Sie lassen diese nach jeder dritten Gruppensitzung supervidieren. Sie erhalten obige Bescheinigung und eine Rechnung über die Bearbeitung in Höhe von € 75,-. Weitere Infos erhalten Sie per Email.

Diese Kursreihe besteht aus folgenden Einzelkursen:

Grundlagen für Gruppenspychologie / Gruppenarbeit

ab 11.05.2019  |  VT-GR 2019-1

Es wird zunächst ein praxisnaher Überblick über die Grundlagen der Gruppentherapie gegeben, insbesondere wird auf die unterschiedlichen verhaltenstherapeutischen Konzepte eingegangen. Daran anknüpfend werden die Aufgaben des Gruppenleiters in Abhängigkeit von den jeweiligen Therapiephasen erarbeitet und entsprechende Basisfertigkeiten eingeübt (z. B. bzgl. Strukturierung, Selbstöffnung usw.). Ausgehend von einem Modell zur Steuerung des gruppentherapeutischen Prozesses werden dann bewährte Interventionen vorgestellt und eingeübt, die eine Aktivierung gruppentherapeutischer Wirkfaktoren (u. a. Kohäsion, Offenheit usw.) ermöglichen. Motivation zu interaktiver Gruppenarbeit und Kleingruppenarbeit wird vorausgesetzt.

Infos zum Dozenten

Dr. phil. Michael Marwitz

Dr. phil., Dipl.-Psych., Psycholog. Psychotherapeut (VT), tätig als Leitender Psychologe in der Schön Klinik Roseneck, Dozent, Supervisor (anerkannt bei BAP/CIP/IFT), Selbsterfahrungsleiter. Schwerpunkte Lehrtätigkeit: Therapie von Persönlichkeitsstörungen, Gestaltung der therapeutischen Beziehung, Gruppentherapie, Burnout-Prävention. Lit.: Hillert, A. & Marwitz, M. (2006). Die Burnout Epidemie oder brennt die Leistungsgesellschaft aus. München: Beck.  Marwitz, M. (2016). Verhaltenstherapeutische Gruppentherapie. Grundlagen und Praxis. Göttingen: Hogrefe.

Termine

11.05.2019 - 12.05.2019
CIP Landshuter Allee 45 80637 München
Leitung : Dr. phil. Michael Marwitz

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Zielorientiertes gruppentherapeutisches Handeln bei komplexen Anliegen

ab 06.07.2019  |  VT-GR 2019-2

Schwerpunkt ist die Vermittlung von Fertigkeiten für das zielorientierte Bearbeiten eines Anliegens mit einem Fokuspatienten („Einzeltherapie in und mit der Gruppe“ sensu Fiedler). Anhand vorgegebener Fälle und Fallbeispielen der TN wird ein mehrstufiges Vorgehen gezeigt, das eine konstruktive Bearbeitung durch geeignete Interventionen gewährleisten soll. Die in diesem Zusammenhang vorgestellte Methode orientiert sich am Problemlöseparadigma der VT, ergänzt jedoch um emotionspsychologische Komponenten. Ziel ist es, den TN Möglichkeiten zu vermitteln, unterschiedliche Anliegen des Fokuspatienten in differenzierter Weise aufzugreifen und unter Einbezug der Gruppe durch Skulpturarbeit, Rollenspiele u. a. m. zu bearbeiten.

Infos zum Dozenten

Dr. phil. Michael Marwitz

Dr. phil., Dipl.-Psych., Psycholog. Psychotherapeut (VT), tätig als Leitender Psychologe in der Schön Klinik Roseneck, Dozent, Supervisor (anerkannt bei BAP/CIP/IFT), Selbsterfahrungsleiter. Schwerpunkte Lehrtätigkeit: Therapie von Persönlichkeitsstörungen, Gestaltung der therapeutischen Beziehung, Gruppentherapie, Burnout-Prävention. Lit.: Hillert, A. & Marwitz, M. (2006). Die Burnout Epidemie oder brennt die Leistungsgesellschaft aus. München: Beck.  Marwitz, M. (2016). Verhaltenstherapeutische Gruppentherapie. Grundlagen und Praxis. Göttingen: Hogrefe.

Termine

06.07.2019 - 07.07.2019
CIP Landshuter Allee 45 80637 München
Leitung : Dr. phil. Michael Marwitz

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Praxis der Gruppentherapie

ab 28.09.2019  |  VT-GR 2019-3

Die Rolle des Gruppentherapeuten, herausfordernde Situationen und starke Persönlichkeiten – wie damit umgehen? Gruppenkonstellationen nehmen nicht selten schnelle und unangenehme Dynamiken an. So fordert Gruppentherapie immer wieder blitzschnelle Entscheidungen auf nicht vorhersehbare Situationen. Autoritäre Verhaltensweisen oder Ignorieren führen dabei häufig weg von erwünschten Ergebnissen. Wie kann ich herausfordernde Situationen gewinnbringend nutzen? Was mache ich, wenn ich in die Rolle des Blitzableiters gerate? Wie gehe ich mit starken Persönlichkeiten um? Und wie schaffe ich es, mir Freude und Leichtigkeit zu bewahren. In einer Mischung aus praktischen Übungen und Supervision/Selbsterfahrung werden Antworten gefunden. Der Fokus liegt darauf, die eigene Rolle als GruppentherapeutIn zu stärken.

Infos zum Dozenten

Dipl.-Psych. Maren Bracht

Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin (VT), Supervisorin und Dozentin, seit 2007 tätig in der Klinik Roseneck und seit 2016 in eigener Praxis. Lit.: Hillert, A., Lehr, D., Koch, S., Bracht, M., Ueing, S. & Sosnowsky-Waschek, N. (2011). Lehrergesundheit. AGIL das Präventionsprogramm für Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf. Stuttgart: Schattauer.

Termine

28.09.2019 - 29.09.2019
CIP Landshuter Allee 45 80637 München
Leitung : Dipl.-Psych. Maren Bracht

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