Das Ziel dieses Seminars sollte es sein, hormonelle Umbrüche und deren Einfluss auf die psychische Gesundheit näher zu beleuchten und die Dringlichkeit der Berücksichtigung im psychotherapeutischen Alltag aufzeigen. Hormonschwankungen beispielsweise durch Schilddrüsenerkrankungen, Menstruationszyklus, Testosteronmangel, unerfüllter Kinderwunsch, Wochenbett oder menopausale Beschwerden etc werden häufig, auch aus Scham nicht angesprochen oder von uns Behandlern nicht ausreichend hinterfragt, obwohl diese Themen für die diagnostische Einschätzung, den Verlauf und den Erfolg der Behandlung sowohl im ambulanten auch im stationären Setting maßgeblich sein können. Wenn wir Zusammenhänge kennen, können wir Symptome besser einschätzen und zuverlässiger zuordnen und damit Patienten und Patientinnen gezielter unterstützen. Das Seminar richtet sich an Erwachsenen- und Jugendlichentherapeut*innen aller Verfahren.