Der Therapieabschluss ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Psychotherapie und dennoch wird diesem häufig kein besonders hoher Stellenwert beigemessen. Wir sprechen von Transfer in den Alltag, Rückfallprophylaxe und Katamnese, jedoch deutlich seltener wird in diesem Kontext auf die therapeutische Beziehung und deren Auflösung eingegangen. Die therapeutische Beziehung ist von Anfang an eine Beziehung auf Zeit, welche unausweichlich mit der Trennung von Patient*innen und deren Therapeut*innen ihren Abschluss findet. Die meisten Therapieenden gestalten sich als unproblematisch und doch stechen jene hervor bei denen es zu Konflikten und gar vorzeitigen Abbrüchen kurz vor dem Therapieende kommt. Befasst man sich in Folge dieser Erfahrungen genauer mit dieser besonderen Phase des Abschieds, drängen sich viele Fragen auf. Zum einen ab wann der Ablösungsprozess überhaupt eingeleitet werden sollte und wie die Schlussphase nicht nur auf Inhaltsebene, sondern auch in Hinblick auf die therapeutische Beziehung gestaltet werden kann. Anderseits aber auch was potenzielle Trennungskonflikte sein könnten und wie diese umgangen werden können. Im Rahmen dieses Web Seminars soll darauf eingegangen werden wie Therapeut*innen das Therapieende als wichtigen therapeutischen Prozess aktiv gestalten können.