Neurotische Depressionen, Anpassungsstörungen, das Burnout-Syndrom sowie depressive Symptomatiken als Begleiterscheinung schwerer körperlicher Erkrankungen, akuter Krisen, kaschierter Suchterkrankungen oder Traumafolgestörungen zählen zu den häufigsten Diagnosen im psychotherapeutischen Praxisalltag. Eine sorgfältige Abgrenzung dieser Formen von der majoren Depression ist dabei von zentraler Bedeutung für Diagnostik und Behandlungsplanung. Eine frühzeitige diagnostische Einordnung und eine fundierte Indikationsstellung für eine psychodynamische Psychotherapie sind entscheidend, um schwere Verläufe zu vermeiden und Rückfall- sowie Chronifizierungsrisiken vorzubeugen. Im Seminar werden tiefenpsychologische Behandlungsansätze vorgestellt und diskutiert, die einen Zugang zu den zugrunde liegenden inneren Konflikten eröffnen und das Verständnis der damit verbundenen Einstellungen und Reaktionsmuster im psychodynamischen Kontext vertiefen. Anhand von Fallbeispielen wird die praktische Anwendung dieser Ansätze erarbeitet.